Honigkunde

Was ist Honig?

Honig ist der natursüße Stoff, der von Honigbienen erzeugt wird, indem die Bienen Nektar von Pflanzen oder auch andere süße Säfte an lebenden Pflanzen aufnehmen, durch Kombination mit eigenen spezifischen Stoffen umwandeln, einlagern, trocknen und in den Waben des Bienenstocks speichern und reifen lassen.
Honig besteht im Wesentlichen aus verschiedenen Zuckerarten, insbesondere aus Fructose und Glucose, sowie aus organischen Säuren, Enzymen und beim Nektarsammeln aufgenommenen festen Partikeln. Die Farbe des Honigs reicht von nahezu farblos bis dunkelbraun. Er kann von flüssiger, dickflüssiger oder teilweise bis durchgehend kristalliner Beschaffenheit sein. Die Unterschiede in Geschmack und Aroma werden von der jeweiligen botanischen Herkunft bestimmt.

 

Wie lagere ich den Honig richtig?

Wenn der Honig dunkel, kühl  und trocken gelagert wird, ist er ewig haltbar.

 

Warum kristallisiert Honig  aus und wie wird er wieder flüssig?

Die Hauptkomponenten im Honig sind Fruchtzucker und Traubenzucker. Traubenzucker bildet sogenannte Zuckerkristalle im Honig. Je höher die Traubenzuckerkonzentration der Honig ist, desto fester ist er. So sind beispielsweise die meisten Blütenhonige fester als Waldhonige. Bei längerer Lagerung kristallisiert auch der geringe Traubenzuckeranteil in flüssigen Honigen zunehmend aus. Dies ist ein natürlicher Prozess und mindert nicht die Qualität des Honigs.

 

Flüssig wird der Honig wieder, wenn man ihn im Wasserbad schonend bei etwa 40 °C erwärmt.

 

Honig ist nicht für Kinder unter 12 Monaten geeignet.

Honig kann wie alle naturbelassenen Lebensmittel das Bakterium Clostridium botulinum enthalten. Säuglinge unter einem Jahr besitzen, im Gegensatz zum Erwachsenen, noch keine vollständig ausgebildete Darmflora, die sie vor dem Bakterium schützt. Ist das Bakterium im Honig enthalten, kann es ungehindert das schädliche Botulinumgift produzieren. Die Folge ist Säuglingsbotulismus, der zu Lähmungen bis hin zum Tod führen kann. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät deshalb: Schnuller, Tee und Säfte nicht mit Honig zu süßen. Als unbedenklich gilt dagegen industriell hergestellte Babynahrungen mit Honig. Solche Nahrung wird derart hoch erhitzt (über 100°C), dass evtl. enthaltene Sporen sicher abgetötet werden. Dabei werden auch alle Guten Inhaltsstoffe im Honig abgetötet.